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Mitglieder des ÖPNV Ausschuss kontaktiert

Im Vorfeld der Sitzung des ÖPNV-Ausschusses des Kreistages Ansbach am 25.04.2016, haben wir als Initiative Reaktivierung Jetzt die Mitglieder des Ausschusses per E-Mail kontaktiert. In der Sitzung vom 25.04.2016 stand u.a. ein Buskonzept auf der Tagesordnung. Unser Anliegen war es, die nötige Stärkung der West-Ost-Verbindungen hinzuweisen.

Nachdem in einer der vorherigen Sitzungen des ÖPNV-Ausschusses  intensiv über die Ausgestaltung des Buskonzeptes für die Bahnstation Dombühl und dem Anschluss in Nord-Süd Richtung diskutiert wurde, wollten wir auf den Wunsch der Schnelldorfer Bürgerinnen und Bürgern für die Bahnstation Schnelldorf hinweisen. Die Forderung: Stundentakt für Schnelldorf in beide Richtungen, wurden im September 2014 von 1493 Personen unterstützt. Die Unterschriftenlisten wurden am 22.01.2015 an Innenminister Herrmann übergeben, dran haben wir nochmal erinnert.

Auf dem Weg zur Erreichung des Ziels – Stundentakt für Schnelldorf haben wir uns als Initiative Reaktivierung Jetzt  im westlichen Landkreis Ansbach zusammen mit engagierten „Mitstreitern“ aus Baden-Württemberg auf gemeinsame Ziele verständigt. Daraus ergeben sich wichtige Mindestanforderungen bezüglich des Themas ÖPNV für den westlichen Landkreis Ansbach. Auch der Hinweis das es in Bayern nur  noch wenige Bahnstationen gibt, die nur im Abstand von zwei Stunden bedient werden, fehlte nicht.

Zudem haben wir auf die geltenden “gleichwertigen Lebensbedingungen der Regionen” hingewiesen. Vor dem Hintergrund ist uns bewusst, dass bei uns Ländlichen Raum ein ÖPNV-Angebot auf einem anderen Niveau gestaltet werden muss, im Vergleich zu Städten wie Nürnberg oder München. Doch ein Mindestangebot muss es geben.

Bis in einigen Jahren die S-Bahn nach Crailsheim führt oder ein Stundentakt über verschiedene Zuggattungen eingerichtet wird, muss zumindest für die Hauptverkehrszeiten morgens, mittags und abends eine stündliche Anbindung des Bahnhalts in Schnelldorf erreicht werden.

Gerade für die Wirtschaft im westlichen Mittelfranken und in der Grenzregion ist es von zentraler Bedeutung, dass am sehr frühen Morgen eine Verbindung eingerichtet wird. So könnte man ab Schnelldorf rechtzeitig zu vormittäglichen Geschäftsterminen in die süddeutschen Ballungsräume bzw. zu den morgendlichen Abflügen an die Flughäfen Nürnberg und Stuttgart zu kommen.

Das Problem am späteren Abend aus verschiedenen Ballungsräumen wieder zurück nach Schnelldorf zu kommen ist noch sehr viel größer. Dies führt dazu, dass Geschäftsreisenden allein schon deshalb erst gar nicht mit der Bahn fahren bzw. den ÖPNV nutzen. Wir möchten Sie noch auf eine mögliche Lösungen für den Wegfall des 2-stündigen Regionalexpress Stuttgart – Nürnberg hinweisen.

Aktivitätszone unserer Initiative
Aktivitätszone unserer Initiative

Wenn der Regionalexpress (RE) Stuttgart / Nürnberg mit dem Start der S-Bahn nach Dombühl nicht mehr wie jetzt im Zweistundetakt bis Nürnberg verkehrt, sondern nur noch bis Crailsheim; sind folgende Konstellationen sinnvoll und gemäß unseren Recherchen wohl auch fahrplantechnisch machbar:

Szenario A 

Wenn zukünftig tatsächlich ein Intercity (IC) von Stuttgart nach Nürnberg nicht mehr nur im Zweistundetakt, sondern im Stundentakt verkehrt, wäre es sicherlich wohl die kostengünstigste Lösung wenn dieser dann wie bereits diskutiert auch in Schnelldorf hält und damit auf diesem Weg faktisch einen Stundentakt für den Bahnhof Schnelldorf ermöglicht.

Die Einbeziehung des privatwirtschaftlich betriebenen Intercity (IC) in den ÖPNV bzw. in den VGN, wird von Bürgerseite durchaus positiv gesehen. Dies jedoch nur unter der Bedingungen dass der Intercity dann ab Schnelldorf auch mit dem ganz normalen Nahverkehrsticket des VGN ohne Aufpreis benutzt werden kann.

Szenario B

Für den Fall dass der Intercity in Schnelldorf hält, aber wie bisher auch weiterhin „nur“ im Zweistundentakt verkehrt, würde dies entsprechend für Schnelldorf in etwa einen Zweistundentakt ergeben.

In diesem Fall bietet sich die Verlängerung der zukünftigen Regionalbahn (RE) Stuttgart / Crailsheim bis nach Ansbach als Übergangslösung an bis dann mittelfristig die S-Bahn nach Crailsheim fährt. Diese Verlängerung der Regionalbahn (RE) im Zweistundetakt bis nach Ansbach würde dann zusammen mit dem zweistündigen Halt des Intercity (IC) einen Stundentakt für Schnelldorf bringen und würde gleichzeitig Vorteile für die S-Bahn in Dombühl bzw. Ansbach bringen weil das zusätzliche Fahrgastpotential aus dem östlichen Baden-Württemberg und aus dem westlichen LK Ansbach optimal erschlossen wird.

Alternativ wäre auch denkbar den zweistündigen Schnelldorfer Intercity (IC)-Halt in einer Übergangslösung um eine zweistündige S-Bahn zu ergänzen, die nicht nur bis Dombühl sondern bis nach Crailsheim fährt und so Schnelldorf mit einbezieht. Damit sind ebenfalls die oben genannten Vorteile einer besseren Erschließung der Fahrgastpotentiale aus dem östlichen Baden-Württemberg und dem westlichen LK Ansbach für die S-Bahn erreichbar.

Gemäß unseren Informationen sollen solche Vereinbarungen mit dem S-Bahn Betreiber auch außerhalb der Ausschreibung eigenwirtschaftlich verhandelbar sein. Übergangslösungen bis zur Umsetzung der S-Bahn nach Crailsheim bzw. bis zu einem der Szenarien A oder B

Vorläufiger reduzierter Stundentakt auf der Schiene

Falls es in der Übergangsphase bis zu der Einführung der S-Bahn Nürnberg nach Crailsheim nicht möglich sein sollte einen vollständigen Stundentakt für Schnelldorf durch obige Vorschläge zu realisieren ist es zumindest dringend erforderlich einen übergangsmäßigen Stundentakt zumindest in den Hauptverkehrszeiten ( morgens, mittags und abends ) auf die Beine zu stellen. Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit zu schaffen dass man bei Abendterminen in Nürnberg oder Stuttgart etc. bzw. bei einer Ankunft am Abend im Flughafen Nürnberg oder Stuttgart noch mit dem ÖPNV bis nach Schnelldorf zurückzukommen.

Vorläufiger reduzierter Stundetakt durch Einbindung Bus-Anbindung an Dombühl

Im Falle dass so ein „reduzierter Bahn Stundentakt“ wenigstens für die Hauptverkehrszeiten für den Bahnhalt Schnelldorf aufgrund von irgendwelchen bürokratischen Vorschriften zum Start der S-Bahn nicht möglich sein sollte, ist es dringend erforderlich dass das Buskonzept für die S-Bahnanbindung Dombühl die West-Ost Anbindung von Seiten der Landesgrenze bzw. von Schnelldorf her mit berücksichtigt wird.

Offenes Treffen – 22.02.16 in Dombühl

Unsere Initiative Reaktivierung Jetzt! trifft sich zu nächsten offenen Treffen, dieses findet statt am:
 
Montag 22.02.2016, 19:30 Uhr, 
in der Pizzeria La Dolce Vita da Toni, 
Bahnhofstrasse 45in Dombühl
 
Es geht sowohl um den Stundentakt Schnelldorf als auch die Reaktivierung der Strecke DKB-Dombühl.
 
Leider ist die Anreise per Bahn zwar möglich aber die Rückreise ist noch nicht für alle zu machen. 

Pressemitteilung “Alle Karten auf den Tisch!“

Die Initiative Reaktivierung Jetzt hat sich bei ihrer Gründung vor fast 2 Jahren u.a. zum Ziel gesetzt die uns vorliegenden Informationen zur Bahnreaktivierung in die Öffentlichkeit zu tragen und allen Befürwortern der Bahnreaktivierung parteiunabhängig einen Diskussionsort zu bieten. Schon bei den ersten Treffen der Initiative in Dombühl wurde uns schnell klar, dass die Reaktivierung der Bahnstrecke Dinkelsbühl-Dombühl nicht isoliert betrachten werden kann.

Deshalb hat sich die Initiative auch um den Stundentakt Schnelldorf, die bessere Fernverkehrsanbindung von Ansbach und der Reaktivierung der Hesselbergbahn bemüht. Denn aus unserer Sicht hängen diese Themen sehr eng zusammen und deshalb kann sich Herr Henninger sicher sein das die Initiative „Reaktivierung-Jetzt” das Thema Bahn über die Stadtgrenze von Dinkelsbühl hinaus analysiert hat und im Blick hat. 

Wie auch Herrn Henninger ist uns als Initiative bisher nicht bekannt, welche neuen Kenntnisse das geplante weitere Gutachten für 250.000 € bringen soll? Wir hoffen nicht, dass dieses Gutachten dazu führt, dass die Kosten der Projekt künstlich in die Höhe getrieben werden. Und die Kritiker sich damit bestätigt fühlen das die Reaktivierung zu teuer wird.

Wir sind davon überzeugt das man bereits morgen einen Personenverkehr durchführen könnte, denn wer in Bayern viel mit der Bahn unterwegs ist kennt einige Bahnstationen die in ähnlichen Zustand sind wie in Feuchtwangen.

Herrn Henninger regt an die vier Kommunen zu fragen, wir fragen uns nur: Welche Fragen Herr Henninger stellen will? 
Vor allem was die Brücken in Schopfloch und Kaltenbronn betrifft. Diese Brücken werden in regelmäßigen Abständen vom LfB – das ist der zuständige bayerische Ableger des Eisenbahnbundesamtes – überprüft. Der FW-Fraktionsmitgliedern ist mit Sicherheit bekannt, dass es bei den beiden Brücken vor allem um Probleme auf der Straßenseite her gibt.

Ob nun die Reaktivierung des Personenverkehrs kommt oder auch weiterhin nur Museumszüge und Güterzüge fahren, die Kosten für die Erhöhung der Durchfahrt bleiben immer beim Straßenbaulastträger  – sprich Stadt Feuchtwangen für Kaltenbronn und Landkreis Ansbach für die Schopflocher Brücke. Eine Reaktivierung des Personenverkehrs hätte vielleicht sogar den Vorteil, dass dann der Straßenbaulastträger eventuell nicht die gesamten Kosten alleine tragen muss. In diesem Fall gibt es hohe staatlichen Fördermaßnahmen von bis zu 90%.

Pressemitteilung – Informationsdefizit oder politische Spielereien?

Die Berichterstattung in der Fränkischen Landeszeitung über die Jahresversammlung der Freien Wähler im Landkreis Ansbach kommentiert vom 16.12.2015 die Initiative Reaktivierung Jetzt:

Gut erhaltene Strecke endlich reaktivieren.
Gut erhaltene Strecke endlich reaktivieren.

Zugegeben, nach der Bahnprivatisierung im Jahre 1994 ist das System Bahn in Deutschland nicht einfacher oder auch grundlegend besser geworden. Doch die von Hans Henninger zitierten Äußerungen zur Reaktivierung der Bahnstrecke Dinkelsbühl – Dombühl lösen bei unseren Mitgliedern Unverständnis und Kopfschütteln aus. Wie es scheint hat Herr Henninger ein erhebliches Informationsdefizit in Fragen des ÖPNV, bei Streckenreaktivierungen oder allgemein beim Fragen zur Eisenbahn oder zur Personenmobilität! Oder redet er absichtlich aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen die Bahnreaktivierung schlecht? Vielleicht ist es eine Mischung aus beiden, wir möchten gerne einige seiner Behauptungen richtigstellen.

Vereinfacht halten wir Herrn Henninger entgegen: „Die Bahnstrecke kostet dem Landkreis Ansbach erst mal gar nichts! Im Gegenteil: Es werden 21,9 Mio. € in der Region investiert. Die Züge, die dann fahren, werden durch den Freistaat Bayern bezahlt.  Und die bayerische Staatsregierung hat sehr genau geprüft, ob dieses Geld hier sinnvoll eingesetzt wird.

Es gibt keine direkte Kostenbeteiligung. Im Gegenteil, aus der Reaktivierung des Personenverkehres kann sich eine Reduzierung der kreiseigenen Aufwendungen für den Busverkehr zwischen Dinkelsbühl-Schopfloch, Feuchtwangen und Ansbach ergeben.

Belastbare Tatsachen sind: Der Freistaat hat für die Strecke eine Bestellgarantie für 12 Jahre abgegeben. Die Bahnstrecke gehört momentan der DB Netz AG und ist bis 31.12.2015 an die Bayern Bahn aus Nördlingen verpachtet. Da die Strecke nicht mehr für den planmäßigen Reisezugverkehr beansprucht wurde, hat die Bayern Bahn dankenswerterweise die Strecke auf dem Standard für Museumsbahn- und Güterzug-Betrieb mit Ausgaben von weit über 100.000 € pro Jahr instandgehalten (Punktuelle Gleislagenregulierung durch Gleisstopfmaschine, manueller Vegetationsrückschnitt). Größere Ausgaben gab es am Bahnübergang in Feuchtwangen, B 25 bei Knittelsbach und beim Auswechseln der Schwellen auf der Brücke bei Deuenbach.

Die Kosten, um eine Museumsbahn auf den Stand einer leistungsfähigen Strecke für zuverlässigen und modernen Zugverkehr umzurüsten, wird laut Gutachten mit 21,9 Mio. € beziffert. Bei einer über dem Standard liegenden Ausstattung ist die Summe realistisch, könnte sich aber nach unseren Informationen um Einiges reduzieren lassen. Doch was ist mit der Verantwortung des Besitzers, der DB Netz AG, einer Tochter der DB AG?

Was vielen im Norden Landkreises vielleicht nicht bekannt ist: Die Strecke zwischen Dombühl und Dinkelsbühl wird seit 1985 ununterbrochen bis heute für Güterverkehr und Museumsbetrieb genutzt und kann daher wie gefordert gar nicht zu einem Fahrradweg umgewidmet werden. Dieser Zustand der Eisenbahninfrastruktur bleibt so lange bestehen, so lange es ein Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) gibt, welches die Strecke nutzen will. Dies ist durch ein Bundesgesetz geregelt.

Die von Hans Henninger bezifferten beizusteuernden Kosten für die Gemeinden Feuchtwangen, Dinkelsbühl, Schopfloch und Dombühl resultieren aus aktuellem Gesetz über die Kreuzung von Eisenbahn und Straßen (Eisenbahnkreuzungsgesetz). Die Kostenverteilung wird hier zu je einem Drittel vom Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU), dem Straßenaufwandsträger (Gemeinde, Kreis) und dem Bund bezahlt. Es ist staatlich geregelt, dass stets „die Sicherheit und die Abwicklung des Verkehrs unter Berücksichtigung der übersehbaren Verkehrsentwicklung“ gesichert sein muss. Unabhängig, ob künftig auf der Strecke wieder Personennahverkehr gefahren wird ist es nötig, die Strecke verkehrssicher zu halten. Für jede Kreis- und Gemeindestraße sind Unterhaltskosten zu entrichten, dies gilt auch für Schienenstrecken.

Neue Treibfahrzeuge statt alten Schienenbus

Neue Treibfahrzeuge statt alten Schienenbus

Zur Finanzierung der ermittelten 21,9 Mio. € Kosten für die Wiederinbetriebnahme für den Personennahverkehr ist folgendes festzuhalten: Wenn auf der Stecke Dinkelsbühl – Dombühl künftig endlich wieder ein ordentlicher und regelmäßiger Schienenpersonennahverkehr betrieben wird, zahlt aufgrund der abgegeben Bestellgarantie die Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) dem Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), wie zum Beispiel der Bayern Bahn Betriebsgesellschaft, für jeden gefahrenen Kilometer für gelieferte Personen-Transportdienstleistungen anteilig Regionalisierungsmittel etwa in Höhe von 10 bis 12 €/km. Das Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) muss davon dem Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU), welches die jeweilige Bahnstrecke betreibt, eine Gebühr, das sogenannte Trassenentgelt in Höhe von 5,30 € pro Kilometer und Fahrt entrichten. Dieses Trassenentgelt dient dazu, die Investitionskosten und die Instandhaltung der Infrastruktur zu refinanzieren. Nach dem von der VGN vorgestellten Betriebskonzept ergeben sich daraus in 12 Betriebsjahren Trassenentgelteinnahmen von 19,7 Mio. €. Und kein Bahnkenner wird behaupten, dass es wahrscheinlich ist, dass die Bestellgartantie nach Ablauf der 12 Jahre nicht verlängert wird. Schließlich verbindet die neue Strecke die zwei einwohnerstärksten Gemeinden Dinkelsbühl und Feuchtwangen, des Landkreises mit dem Oberzentrum Ansbach.

Wir als Initiative treten dafür ein, dass künftig alle Verantwortlichen das System Bahn nicht isoliert aus ihre persönlichen Betroffenheit oder einer möglichen politischen Profilierung heraus als vielmehr aus der gemeinsamen Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis betrachten. Wir wünschen uns, dass die beteiligten Akteure im Kreis die Reaktivierung als echte Chance werten und nicht durch unsachliche Äußerungen in der Öffentlichkeit Verwirrung stiften. Andere Kommunen sind nicht so unentschlossen und profitieren seit Jahren von reaktivierten Bahnstrecken. Und die positiven Effekte einer leistungsfähigen Schiene auf den Tourismus sollten alle Entscheidungsträger nicht aus den Augen verlieren. Kinderzeche oder Kreuzgangsspiele, alle könnten von einer Anbindung an das Schienennetz profitieren. Eine romantische Schiene auf einem Fahrradweg ist wohl nur schlecht nachvollziehbar. Und eines muss allen klar sein: Das Fernverkehrsangebot am Bahnhof Ansbach hängt direkt mit der Reaktivierung der Bahnstrecke Dinkelsbühl und Dombühl zusammen. Jeder Fernverkehrsbahnhof braucht ausreichenden Zulauf.

Diese gemeinsame Verantwortung ist genauso dringend erforderlich bezüglich der aktuellen Planungen, bzw. derzeit eher Nichtplanungen, des Schienenverkehrs von Dombühl in Richtung Baden-Württemberg. Gemäß diesen Planungen endet nämlich ab 2018 die S-Bahn von Nürnberg kommend in Dombühl anstatt, wie auch auf von vielen Stimmen aus Baden-Württemberg gefordert, bis Crailsheim zu fahren. Und der Regionalexpress aus Stuttgart endet nicht mehr wie bisher in Nürnberg sondern in Crailsheim. Einen grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehr von Dombühl nach Crailsheim per Bahn wird es gemäß diesem derzeitigen Planungsstand nicht mehr geben. Und Schnelldorf das seit der Wiederinbetriebnahme große Zuwächse bei den Bahnbenützern verbuchen konnte, könnte wieder vom Schienenverkehr abgekoppelt werden. Das wäre eine Posse der traurigsten Art.

Heute letzte Fahrt um 22:10 Uhr in Richtung Würzburg

Künftig fährt in Richtung Steinach, Rothenburg, Uffenheim um 22:10 Uhr kein Zug mehr!

Stattdessen, wird um 23:10 Uhr ein Zug fahren! Somit kein Stundentakt mehr!
In Steinach entstehen Anschlusslücken!

Konsequenzen:

  • Künftig letzte Abfahrt ab Ansbach nach Rothenburg o.d.T
    – Abfahrt 21:12 Uhr – Ankunft 22:49 Uhr !!!
  • Künftig letzte Durchgehende Verbindung ab Ansbach
    – Abfahrt 20:10 Uhr – Ankunft 20:49 Uhr !!!
  • RB Steinach-Rothenburg um 22:35 Uhr völlig ohne Anbindung!

Will man damit die Gleichwertige Lebensverhältnisse im Ländlichen Raum stärken?

Grund: Fahrplanwechsel zum 13.12.15

Wir fordern:
Lücken schließen bis 23:59 Uhr!
Echten Stundentakt zwischen 5:00 – 23:59 Uhr
Keine Züge verlagern, sondern Angebot verstärken!

Wenn Sie diese Forderungen mit unterstützen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Fahrt_13.12

Schulterschluss der Initiative “Reaktivierung Jetzt!” und der Gemeinde Schnelldorf

Auszug vom Titelblatt des Schnelldorfer Mitteilungsblattes vom 25.09.2015:

Wir benötigen Ihre Unterstützung!
Schnelldorf macht mobil für ein zukunftsfähiges und modernes Schienenpersonennahverkehrs-Angebot.

Einladung zum Informations- und Meinungsaustausch 
Am Mittwoch, 30.09.2015 um 19.00 Uhr

Im Rahmen eines Ortstermins am Bahnsteig in Schnelldorf (nördliche Seite), möchten wir Sie über die aktuelle Sachlage sowie Missstände und drohende Fehlplanungen informieren. Daran schließt sich eine Diskussion und Gedankenaustausch im Gasthaus “Zur Eisenbahn” an.

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung die Forderungen und Interessen der Gemeinde Schnelldorf sowie der angrenzenden Nachbargemeinden auf eine zukunftsfähige Anbindung an den Schienenpersonennahverkehr.

Die Reaktivierung des Bahnhaltepunktes Schnelldorf zum 15. Dezember 2002 war eine beispiellose Erfolgsgeschichte unserer Gemeinde. Doch nun droht erneut Gefahr für unser Schienennahverkehrs-Angebot. Diese Gefahr muss zum Erhalt einer zukunftsfähigen Schienenanbindung in Schnelldorf unbedingt abgewendet werden. Initiiert durch die Bahnaktionsgruppe “Reaktivierung Jetzt!”, fordert Schnelldorf den Stundentakt für die Regionalexpresszüge, die zwischen Stuttgart und Nürnberg bisher lediglich im Zweistundentakt verkehren. Es darf auf keinen Fall zugelassen werden, dass unsere Gemeinde, durch die Lage im bayerischen bzw. baden-württembergischen Grenzrand-Gebiet, erneut Benachteiligungen in der so erfolgreich erkämpften Wiederanbindung an das Schienennetz droht. Im Gegenteil, wir müssen alles daran setzen, die Anbindung weiter auszubauen und nach Möglichkeit noch zu verbessern.

Es liegt an uns, dafür Sorge zu tragen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen in unseren Gewebegebieten durch “einpendelnde” Fachkräfte erhalten bleibt. Darüber hinaus stehen wir in der Pflicht, der Abwanderung der Jugend in die Ballungszentren Nürnberg und Stuttgart Einhalt zu gebieten, indem wir uns für eine Verbesserung der Erreichbarkeit, durch die Optimierung des Schienennahverkehr-Angebots, einsetzen.

30 Jahre nach der Stilllegung des regelmäßigen Personennahverkehr

Pressemitteilung

30 Jahre nach der Stilllegung des regelmäßigen Personennahverkehr zwischen Dombühl und Nördlingen – Wie geht es weiter? 

Am 1.Juni 1985 wurde auf der Bahnstrecke Nördlingen-Dombühl der regelmäßige Personenverkehr eingestellt, genau 104 Jahre zuvor, am 1.Juni 1881 erfolgte die Inbetriebnahme des Teilstücks Dinkelsbühl-Dombühl. Und heute genau 30 Jahre nach der Einstellung des Personenverkehrs bleibt die Frage: Wann ist mit der Reaktivierung des Personennahverkehrs auf dem Teilstück Dombühl-Feuchtwangen-Schopfloch-Dinkelsbühl zu rechnen?

Seit 1996 wird regelmäßig die Reaktivierung der Strecke diskutiert, doch wirklich weit voran geschritten sind die Bemühungen wohl erst seit 2013. Doch nun scheint der Prozess um die Reaktivierung wieder ins Stocken geraten zu sein. Alles nur politisch motiviertes Taktieren? Oder wird an der Umsetzung wirklich gearbeitet? Leider wird die Bevölkerung bisher wenig informiert.

Die Initiative Reaktivierung jetzt! bedauert, dass genau 30 Jahre nach dem Ende des regelmäßigen Personenverkehrs zwischen Dinkelsbühl und Dombühl scheinbar eine neue Chance nicht ergriffen wird, den Personennahverkehr zu reaktivieren.

Vergleicht man die Gemeinden mit Nebenbahnen in der Region, wie Neuendettelsau und Windsbach, die mit einem regelmäßigen Personenzugverkehr angebunden sind, ist es unverständlich, warum die Kommunalpolitiker in Dinkelsbühl, Schopfloch und Feuchtwangen so zurückhalten sind und sich nicht viel stärker für die schnellere Reaktivierung einsetzen. Ein Blick nach Heilsbronn beweist doch, welche positiven Effekte, wie den Zuzug von jungen Familien sich einstellen, wenn man auf eine gute Zuganbindung zurückgreifen kann. Die vielen erfolgreichen Reaktivierungsbeispiele der letzten Jahre sollten doch auch positiv auf die Verantwortlichen in den Räten wirken.

Die Mitglieder der Initiative Reaktivierung jetzt! wünschen sich für die Zukunft, dass die verantwortlichen Kommunalpolitiker aus Dinkelsbühl, Schopfloch und Feuchtwangen mit Mut und Weitblick die Chancen der Reaktivierung ergreifen und das Thema ganz oben auf die Agenda setzen. Hier kommt nah Ansicht der Initiative den Politikern auch die Rolle zu der Bevölkerung zu erklären, welche positiven Effekte für die Wirtschaft,den Tourismus und die Bildungsstandorte Dinkelsbühl und Feuchtwangen dadurch entstehen. Die Initiative ist sich sicher das ein großer Teil der Bevölkerung der Reaktivierung positiv gegenübersteht.

Treffen des Team Stundentakt am 22.04.15

Wir die Mitglieder des Team Stundentakt Schnelldorf der Initiative Reaktivierung Jetzt! trafen sich am Donnerstag den 22.04.15 in der Restauration zur Eisenbahn (Gasthaus Hiller) in Schnelldorf.

Nachdem wir in den letzten Wochen einige Briefe an verschiedene Politiker, Firmen und Organisationen versendet wurden, tauschten wir uns zu den eingegangenen Antworten aus. In den Briefe wurden von unserer Seiten aus, vor allem um eine mögliche Unterstützung zur Erreichung des Stundentakt Schnelldorf geworben.Wir zeigten uns enttäuscht über machen Antwortbriefe. Zum Ende wurde über das weitere Vorgehen und die nächsten Aktivitäten gesprochen.

Die Initiative Reaktivierung Jetzt! hält an Ihrem Ziel fest, dass Schnelldorf in möglichst kurzer Zeit, zwischen 5:00 Uhr und 23:00 Uhr, Züge im Stundentakt halten. Schnelldorf gehört zu einigen wenigen Stationen in Bayern die sich mit dem Zwei-Stundentakt begnügen müssen. Das muss sich ändern.

Die Mitglieder Initiative Reaktivierung Jetzt! sind sich darüber einig, dass es nicht zu akzeptieren ist dass die Verantwortlichen Poltiker bei der Verkehrskonzeption für unsere Region, eine virtuelle, im wahren Leben nicht vorhandene, Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg definieren. Für die Menschen die hier leben gibt es diese Grenze nicht!

Doppelte L-Lösung für Nebenbahn Dombühl-Dinkelsbühl

Leider hört man auch in den letzten Wochen wenig Positives zur Reaktivierung der Nebenstrecke Dinkelsbühl-Schopfloch-Feuchtwangen-Dombühl. Es scheint so als würden sich alle Beteiligten mit dem Inbetiebnahmetermin 2020 zufrieden geben. Oder ist die Reaktivierung vom Tisch? Ist die Blockadehaltung einiger Weniger erfolgreich? Warum geht nichts voran?

Zum Ende des Jahres 2015 läuft der Pachtvertrag für die Streckenabschnitt Dombühl-Dinkelsbühl aus. Es bleibt abzuwarten wie es weiter geht mit dem oberen Teil der Nebenstrecke. Verlängert die DB-Netz den Pachtvertrag mit der BayernBahn? Betreibt die DB AG die Nebenstrecke künftig selbst? Oder gibt es bereits Interessenten die die Nebenstrecke erwerben wollen? Der Abschnitt Dinkelsbühl-Nördlingen ist seit Jahren im Besitz des Zweckverbandes Romantische Schiene.

Im Februar 2014, bei der Vorstellung der Studien bzw. Potentialanalysen im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Dinkelsbühl, stellte die VGN eine Fahrplan vor, der bis zu fünf Direktverbindungen zwischen Dinkelsbühl und Ansbach vorsieht. Diese fünf durchgebundenen Fahrten würden das neue Angebot auf der Nebenstrecke besonders attraktiv machen.

Doch warum sind  bisher nur Fahrten direkt nach Ansbach geplant?

Was ist mit Direktverbindung nach Westen, in Richtung Crailsheim?

Wir als  Initiative Reaktivierung jetzt fordern deshalb die Doppelte L-Lösung mit Direktverbindungen zwischen Dinkelsbühl und Ansbach bzw. nach Crailsheim, so könnte man auch von Schnelldorf nach Feuchtwangen, Schopfloch oder Dinkelsbühl schienengebunden reisen.

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Auch als Video, Schritt für Schritt erklärt (ohne Ton)

http://youtu.be/jjk85vimzao

Doppelte_L-Loesung_DKB-DOMB Strecken plan als PDF-Dokument.

Hintergrundinfo:
Auf der eingleisigen Strecke zwischen Dombühl und Dinkelsbühl ist derzeit ein 60 min. oder 40/80 Min. Takt , zwischen 5:30 und 23:00 Uhr geplant. Nach Informationen der VGN sind derzeit 17 Verbindungen je Richtung angedacht, bis zu drei Verbindungen sollen direkt bis nach Ansbach durchgebunden, dies erhöht die Attraktivität enorm.

Unser Vorschlag:

Man sollte nicht nur in Richtung Ansbach eine direkte Durchbindung umsetzen, sondern auch in Richtung Crailsheim. Die Möglichkeit von Dinkelsbühl, Schopfloch oder Feuchtwangen direkt, ohne in Dombühl um zusteigen, nach Crailsheim durchzufahren, erhöht die Attraktivität der neuen Regionalbahn- Verbindung! Auch die Station Schnelldorf würde davon profitieren, auch ohne eigenen 
 S-Bahnanschluss der ja in Dombühl enden wird.

Stundentakt Schnelldorf fahrplantechnisch möglich!

Wir als Initiative setzen uns für mehr Schienenpersonennahverkehr im Landkreis Ansbach ein. Konkret setzen wir uns für eine höheren Takt – Stundentakt – für die Station Schnelldorf ein. Das heißt, es sollen mehr Züge in  Schnelldorf halten.

Natürlich kann man nur Forderungen aufstellen die auch umsetzbar sind! Hierbei muss man nach verschieden Rahmenbedingungen unterscheiden:

Finanzielle Umsetzbarkeit, politische Umsetzbarkeit (Wille) und fahrplantechnischen Umsetzbarkeit. Zu den beiden ersten Rahmenbedingungen kommen wir in einem späteren  Beitrag. Dieser Beitrag setzt sich mit der fahrplantechnischen Möglichkeit auseinander.  In unserem Kreis der Aktiven gibt es Personen die sich seit Jahren mit Bahn und den fahrtechnischen Abläufen innerhalb der Bahn beschäftigen. Zudem gibt es alte Kursbücher (Fahrplanbücher) aus denen man auch verschiedene Szenerien auslesen kann.

Wir haben daher überprüft:

Ist es möglich zwischen Ansbach und Crailsheim (!) Züge im Stundentakt einzusetzen, aus fahrplantechnischer Sicht?

Bisher ist angedacht dass ab 2017, ca. alle zwei Stunden, eine S-Bahn von Nürnberg über Ansbach hinaus,  nach Dombühl fahren zu lassen. Somit würde im Verbund mit dem RE der zwischen Stuttgart und Nürnberg im zwei Stundentakt verkehrt, die Station Dombühl einen Stundentakt erhält, bisher halten hier nur RE-Züge im Zwei-Stundentakt.

Unsere Berechnungen haben ergeben:

Es ist möglich das Züge im Stundentakt zwischen Ansbach – Leutershausen – Dombühl – Schnelldorf – Crailsheim verkehren

Nach unseren Berechnungen benötigt man dazu kein zusätzliches Wagenmaterial! Da im Moment schon ein Zug am morgen von Crailsheim nach Ansbach fährt um dann um 16:13 Uhr wieder zurück nach Crailsheim zu fahren. Anbei unsere ermittelten Zeitpläne für Montag bis Freitag:

möglicher Fahrplan Montag bis Freitag für RE(RB) Ansbach-Crailsheim
möglicher Fahrplan Montag bis Freitag für RE(RB) Ansbach-Crailsheim

Ermittelten Zeitpläne für Samstag und Sonntag:

möglicher Fahrplan Samstag und Sonntag für RE(RB) Ansbach-Crailsheim
möglicher Fahrplan Samstag und Sonntag für RE(RB) Ansbach-Crailsheim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Somit bleiben nur noch zu klären: Kann dies auch finanzielle umgesetzt werden?
Und Ist es politisch gewollt?

Zum Hintergrund: Uns als Initiative ist es nicht so wichtig das die S-Bahn über Ansbach hinaus fährt, wir fordern nur Züge, egal ob als S-Bahn, oder als RB (Regionalbahn) oder RE (Regionexpress).

möglichen Fahrplan als PDF Dokument herunterladen Stundentakt Ansbach_Crailsheim_moeglich